Die Linke wirft der Stadt Rendsburg mangelnde Transparenz bei Kosten für Microsoft-Lizenzen vor

Quelle: unsplash.com@windowsLaptop mit Windows
Für Microsoft-Produkte gibt es kostenlose Alternativen

Die Linke in Rendsburg kritisiert die fehlende Transparenz der Stadtverwaltung bei den Kosten für Microsoft-Lizenzen. In der Ratsversammlung am 11.12.2025 hatte Ratsmitglied der Linken, Samuel Rothberger, nach den Ausgaben für Microsoft Windows und Microsoft Office gefragt – getrennt nach Verwaltung und Schulen in städtischer Trägerschaft.

Nach Angaben der Bürgermeisterin, Frau Söhnnichsen, sei die Zusammenstellung der Daten zeitaufwendig und solle erst am 05.02.2026 im Senat vorgelegt werden. Zudem gebe es aus Sicht der Verwaltung Sicherheitsbedenken, da hieraus mögliche Rückschlüsse auf die IT-Infrastruktur gezogen werden könnten. Die Antwort solle daher nichtöffentlich erfolgen.

Hierzu Samuel Rothberger, Mitglied für die Linken in der Rendsburger Ratsversammlung:
„Gefragt wurde nach den Gesamtkosten der Lizenzen. Aufgrund unterschiedlicher Preismodelle sind daraus keine Rückschlüsse auf die IT-Struktur möglich. Ich habe die Verwaltung um eine genauere Begründung und um Veröffentlichung im öffentlichen Teil des Senats gebeten, aber bislang keine Antwort erhalten.“

Eine vergleichbare Anfrage beim Kreis Rendsburg-Eckernförde ist dagegen öffentlich beantwortet worden. Dort haben sich die Lizenzkosten auf mehrere hunderttausend Euro belaufen.

„Diese Transparenz sollte auch in Rendsburg selbstverständlich sein. Die Einwohner*innen haben ein Recht zu erfahren, wofür öffentliche Mittel ausgegeben werden“, so Rothberger weiter.

Schleswig-Holstein setzt in der Verwaltung bereits verstärkt auf Open-Source-Software als Alternative zu den Microsoft-Produkten und spart dadurch erhebliche Kosten.

„Auch Rendsburg könnte durch Open-Source-Alternativen Geld sparen und gleichzeitig die digitale Souveränität der Stadt stärken“, so Rothberger abschließend.

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