Der Exer muß in städtischem Besitz bleiben!

Quelle: Hans-werner Schulz / Pixelio.de
Strand Eckernförde

Im Zuge der Erarbeitung des neuen Tourismuskonzepts „Eckernförde 2030“ wird ein möglicher Verkauf des Exer mit dem Ziel einer Hotelbebauung erneut öffentlich debattiert.

DIE LINKE lehnt eine Privatisierung des Exer ab, er muß in städtischem Besitz bleiben. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Erstens lehnen wir den Verkauf öffentlicher Grundstücksflächen prinzipiell ab, es sei denn, es gäbe wichtige Gründe für eine Ausnahme. Die sehen wir an dieser Stelle nicht. Im Gegenteil: dieser zentrale Ort böte Entwicklungsmöglichkeiten im Bereich Freizeit, Kultur und Sport für alle Bürgerinnen und Bürger, für Einheimische und Touristen, als Multifunktionsfläche, die der vielfältigen Kommunikation dienen könnte. Nach der Verlegung der Parkplätze in den Bereich westlich der Bahnlinie wäre der Exer frei für eine alternative Nutzung im Interesse der Allgemeinheit. Hierzu wären die Einwohner Eckernfördes im Rahmen der sich jetzt neu entwickelnden Bürgerbeteiligung umfassend einzubeziehen.

Zweitens hat sich bei einer Bürgerbefragung im Rahmen der Entwicklung des Tourismuskonzepts eine übergroße Mehrheit gegen eine Ausweitung des Tourismus in unserer Stadt ausgesprochen. Auf die Frage „Wie soll sich der Tourismus in Eckernförde aus Ihrer Sicht entwickeln?“ antworteten 17 %, er solle sinken, 68 % meinen, er solle gleichbleiben, nur 15 % wollen ihn wachsen sehen. Trotzdem entstehen schon jetzt weitere Hotelbauten z.B. beim „Mango’s“ an der Berliner Straße. Wir sehen keine ausreichenden Gründe für einen Verkauf des Exer mit dem Ziel, ein weiteres Hotel zu bauen. Entsprechend den hohen Grundstückspreisen wäre zudem mit einer sehr massiven Bauform zu rechnen. Wir sind uns sicher, daß eine Mehrheit der Eckernförderinnen und Eckernförde kein Hotel auf dem Exer haben will.

Sollte eine politische Mehrheit in der Ratsversammlung den Verkauf des Exer vorantreiben, befürworten wir einen Bürgerentscheid, um dies zu verhindern.

Rainer Beuthel
Barbara Davy

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