Geburtshilfe: Rat zeigt klare Kante – Ansage an den Kreis

Eckernförde. Die Ratsversammlung hat gestern Abend ein starkes Signal für den langfristigen Erhalt der Geburtshilfe und der Kinderstation gesetzt. Einstimmig wurde ein Antrag der Fraktion Die Linke mit einem Ergänzungsantrag der CDU angenommen. Darin wird eine rückhaltlose Aufklärung der Entscheidungen der Geschäftsführung unter Einbindung des Aufsichtsratsvorsitzende Lutz Clefsen bis hin zur Ziehung notwendiger Konsequenzen gefordert. Zudem wird der Kreis Rendsburg-Eckernförde als alleiniger Inhaber der imland Klinik Rendsburg und Eckernförde unmissverständlich aufgefordert, "ein zukunftsfähiges und tragfähiges Konzept zum langfristigen Erhalt der Entbindungsstation und auch der Kinderstation am Standort Eckernförde aufzustellen". Diesen Passus hatte die CDU-Fraktion eingebracht. Mit zu Protokoll genommen wurde ferner der von Jette Waldinger-Thiering (SSW) in die Debatte geworfene Hinweis, dass es Gerüchte gebe, dass auch das Labor in der imland Klinik Eckernförde geschlossen werden solle. Ohne Labor, so Waldinger-Thiering, könne auch eine Entbindungsstation nicht arbeiten. Da dieser Hinweis für alle Ratsmitglieder ebenso neu wie beunruhigend war, wurde dieses Punkt aufgrund der noch unklaren Lage nicht mit in den Beschluss aufgenommen, sehr wohl aber protokollarisch zur Kenntnis genommen.

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Rainer Beuthel, Fraktionschef der Linken, machte klar, dass er den Beschwichtigungsformeln nach die Weiterführung der Geburtshilfe keinen Glauben schenkt. "Für wie naiv hält man uns eigentlich?" Die Zukunft bleibt ziemlich unsicher". Es bestehe ein "erheblicher Aufklärungsbedarf", man müsse genau analysieren, wie es zu der Schließungsentscheidung und den katastrophalen Informationspannen kommen konnte.

Vollständiger Text in der Eckernförder Zeitung

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