DIE LINKE fordert: Keine Kürzungen bei der imland Klinik

6. Juli 2021
Quelle: Wikipedia: CC BY-SAimland Klinik

Infolge der Corona-Krise ist die imland Klinik mit den Standorten in Rendsburg und Eckernförde ist in finanzielle Schieflage geraten. Ein Grund hierfür ist, dass die Klinik Intensiv-Betten für Corona-Patienten bereithalten musste aber wegen der vergleichsweise niedrigen Inzidenzen im Kreisgebiet keine Zuschüsse aus Bundesmitteln hierfür erhalten hat. Um die Finanzierung der Klinik wieder auf eine stabile Grundlage zu stellen, wurde die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG beauftragt, ein Sanierungskonzept zu erarbeiten, welches inzwischen vorgelegt wurde. In Folge dieses Sanierungskonzeptes sind Kürzungen im Bereich der Versorgung zu erwarten. So könnte die Geburtenhilfe, die Frauenheilkunde und die Geriatrie am Standort Eckernförde geschlossen werden. Auch eine mögliche Reduzierung auf rein ambulante Versorgung am Standort Eckernförde wird in Betracht gezogen.

„Ein Krankenhaus muss der Versorgung der Menschen dienen und darf nicht nach Renditekriterien geführt werden. Alle – insbesondere die stationären Angebote – an beiden Standorten müssen erhalten bleiben. Hierfür muss ausreichend Geld bereitgestellt werden“, so Maximilian Reimers, Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Kreistag Rendsburg-Eckernförde und Kandidat für den Bundestag auf der Landesliste.

Die imland Klinik befindet sich derzeit noch im Eigentum des Kreises Rendsburg-Eckernförde. In der Vergangenheit wurden bereits viele kommunale Krankenhäuser an private Träger veräußert.

„Derzeit sind auch in Schleswig-Holstein Krankenhauskonzerne auf Einkaufstur. DIE LINKE fordert daher, dass die imland Klinik weiterhin vollständig im Eigentum und der Kontrolle des Kreises bleibt“, so Reimers weiter.

Durch die Sanierungsvorschläge von KPMG droht auch eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingung für die Beschäftigten. Möglicherweise könnten bis zu 450 Arbeitsplätze wegfallen.

„Die Interessen die Beschäftigten müssen bei der anstehenden Sanierung mit einbezogen werden. Dabei müssen der Betriebsrat und die Gewerkschaften mit ins Boot geholt werden. Auch dürfen die beiden Standorte nicht gegeneinander ausgespielt werden. DIE LINKE steht solidarisch auf der Seite der Belegschaft des Krankenhauses. Die Vorschläge von KPNG insbesondere von Personalabbau lehnen wir entschieden ab“, so Anissa Heinrichs, Kreistagsabgeordnete und Sprecherin der LINKEN im Kreis Rendsburg-Eckernförde abschließend.

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