Werben fürs Sterben

6. März 2013

oder stellt euch vor, es ist Krieg und keiner geht hin.

Wie und wo ist es noch möglich Nachwuchs für das Kriegshandwerk 

zu rekrutieren?

Seit der Aussetzung der allgemeinen Wehrpflicht versucht die Bundeswehr verstärkt mit Info-Veranstaltungen in Schulen und in Berufsinformationszentren ihren immer kleiner werdenden Personalstand aufzufüllen. Man wendet sich deshalb an ganz junge Menschen und an Menschen, die keine Perspektiven haben, und lockt sie mit der Aussicht auf eine berufliche Karriere mit guter Vergütung. Doch zum Krieg gehört auch das Sterben und das Elend von Menschen. Eine Tatsache, die dabei gerne in den Hintergrund gerückt wird.

Auf diese eindeutigen Nachteile des Soldatenseins wollten vier Mitglieder der Partei DIE LINKE am 26. Februar 2013 um 15:00 Uhr vor dem Berufsinformationszentrum in Neumünster hinweisen und bildeten dort vor der Eingangstür ein Empfangskomitee.

Das blieb nicht unbemerkt und so dauerte es nur eine Stunde, bis die Polizei kam. Die Personalien wurden aufgenommen und die kleine Gruppe linker „Störenfriede“ wurde aufgefordert, das Grundstück zu verlassen. Als Grund nannte die Polizei, dass der Eigentümer sein Hausrecht in Anspruch nehmen würde und sich die Besucher durch die Mitglieder der LINKEN belästigt gefühlt hätten.

Um weitere Repressionen zu vermeiden, wurde nach kurzer Diskussion der Aufforderung der Polizei Folge geleistet.

Doch DIE LINKE hat Flagge gezeigt und darauf hingewiesen, dass sie ganz entschieden gegen ein solches „Werben fürs Sterben“ ist, damit die jungen Leute nicht in Leichensäcken nach Hause kommen.

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