Für eine starke LINKE am 22. September

1. September 2013

Steinbrück gegen Merkel: wie neuerdings vor jeder Bundestagswahl gaukeln uns die Medien einen Kampf der Giganten in Form der Kanzlerkandidaten von CDU und SPD vor. Während „es“ bei Steinbrück plötzlich „rockt“,  übte sich Mutti Merkel bisher noch in beredtem Schweigen. Man durfte gespannt sein, welches Hosenkostüm sie demnächst zur Schau stellt und auf wie viel Grad der Mundwinkel steht.

   Nun haben wir aber den angeblichen Höhepunkt des Wahlkampfes, durch den sich alles entscheiden soll: die peinliche Reduzierung der politischen Auseinandersetzung im Vorfeld der Wahl am 22. September auf ein TV-„Rededuell“ zwischen den Personifizierungen von Pest und Cholera. Diese Show dient der allgemeinen Verblödung mit dem Ziel, von den tatsächlich zu entscheidenden Fragen abzulenken: Können FDP und CDU ihre Regierungspolitik gegen die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung fortsetzen? Und kann eine starke LINKE Sand ins Getriebe der in Ergänzung zur Regierung agierenden übergroßen Koalition aus SPD, GRÜNEN, CDU und FDP streuen?

  Steinbrücks naßforsches Getöse ist eigentlich nur noch peinlich. Alle Umfragen belegen, daß „Rot-Grün“ (eigentlich Rosa-Grün) keine Chance auf eine Regierungsmehrheit besitzt. Das Dilemma der SPD ist, daß sie sofort noch weitere Prozentpunkte verlöre, wenn sie ein Zusammengehen mit der LINKEN nach der Wahl signalisieren würde. Also wird weiter fleißig im Walde gepfiffen oder eben „gerockt“.

  Und ich wette um einen Kasten Bier, daß Merkel noch kurz vor der Wahl mit ein paar sozialpolitischen Sentenzen auftaucht, um den einen oder anderen SPD-Wähler zur CDU rüber zu ziehen, vor allem aber, um ein Paar CDU-Wähler zur FDP zu treiben, damit es für Schwarz-Gelb reicht.

  Ob das so aufgeht, liegt allerdings an uns.

  Also Genossinnen und Genossen, Freundinnen und Freunde: laßt uns jetzt reinhauen und den Herrschaften in die Suppe spucken!

 Mit einem guten Wahlergebnis können wir die SPD zwingen, Farbe zu bekennen. Rot wird sie dadurch noch lange nicht. Aber es ist schon ein Unterschied, ob sie weiterhin Schein-Opposition spielen oder sich in einer großen Koalition zur allgemeinen Kenntlichkeit deutlich als Partei des Verrats an den sozialen Interessen ihrer Wählerschaft darstellen muß.

  Um nicht mehr und nicht weniger geht es bei dieser Wahl.

 

Rainer Beuthel

Eckernförde