Spannende Diskussion über die Krise des Kapitalismus

25. Mai 2009
Am vergangenen Abend besuchten 16 Zuhörerinnen und Zuhörer den Vortrag von Joachim Bischoff, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, zum Thema "Die Krise des Kapitalismus und die Alternativen der LINKEN" in der Eckernförder Bürgerbegegnungsstätte. Ein schneller und mit zahlreichen Daten fundierter Abriss über die gegenwärtige desaströse Lage der Weltwirtschaft erwartete sie. Zur Sprache kam sowohl der aktuelle […]

Am vergangenen Abend besuchten 16 Zuhörerinnen und Zuhörer den Vortrag von Joachim Bischoff, Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, zum Thema "Die Krise des Kapitalismus und die Alternativen der LINKEN" in der Eckernförder Bürgerbegegnungsstätte. Ein schneller und mit zahlreichen Daten fundierter Abriss über die gegenwärtige desaströse Lage der Weltwirtschaft erwartete sie. Zur Sprache kam sowohl der aktuelle und beispiellose Einbruch wirtschaftlichen Wachstums in den Industrienationen als auch die immer weiter zunehmen ungleiche Verteilung gesellschaftlichen Reichtums in den westlichen Ländern. "Während der Anteil der Löhne und Gehälter am Volkseinkommen seit Anfang der 80er Jahre stagniert, ist der Anteil von Einkommen aus Kapitalerträgen und Vermögensprofiten auf mehr als das 20fache explodiert." so der Ökonom Joachim Bischoff.

Im Anschluss an den Vortrag entbrannte eine spannende Diskussion: Manche Anwesende fragten sich, warum bei einer so offensichtlichen Schieflage der ökonomischen Verhältnisse die meisten Wählerinnen und Wähler noch immer die Parteien bevorzugen, welche diese Misere verursacht haben. Andere forderten ein, es dürfe nicht bei einer "Reparatur" des Kapitalismus bleiben – dieser würde aufgrund seiner Mechanismen grundsätzlich zu Krisen tendieren. Vielmehr sei die Überwindung des Kapitalismus und die Errichtung einer sozialistischen Wirtschaftsordnung nötig. Im Zusammenhang mit der Debatte über Alternativen wurde ebenso angesprochen, dass das derzeitige Wachstumsmodell schon aus rein ökologischen Gründen nicht weiter tragfähig sei, sich die Menschen grundsätzliche Gedanken über ihren zukünftigen Lebensstil machen müssten.

Eine spannende und notwendige Debatte zu einem unter den Nägeln brennenden Thema – die fortgesetzt werden wird.