Etappensieg – Stoppt das Ilisu-Staudammprojekt!

10. Juli 2009
Quelle: Foto: stopilisu.com
Foto: stopilisu.com

An dieser Stelle veröffentlichen wir eine gemeinsame Mitteilung des Aktionskreis Hasankeyf – Stoppt den Ilisu-Staudamm, Hamburg, des Aktionskreis Stopp Ilisu, Kiel-Rendsburg sowie des Flüchtlingsrates Schleswig-Holstein. Auch Mitglieder, Sympathisantinnen und Sympathisanten der LINKEN. Rendsburg-Eckernförde sind in diesen Aktionsbündnissen engagiert:

„Wir begrüßen den Ausstieg der Exportkreditversicherungen (Euler Hermes – Deutschland, SERV- Schweiz und österreichischer Kontrollbank) aus dem Ilisu-Staudammprojekt in der Türkei.

Es ist ein großer Erfolg der örtlichen Bevölkerung gestützt auf die internationale Protest-Bewegung. Eine Petition zur Erklärung der 10 000 Jahre alten Stadt Hasankeyf , die überflutet werden soll, zum Weltkulturerbe haben mittlerweile viele Menschen unterstützt. Auch viele Prominente haben sich der Kampagne angeschlossen.

Immer mehr Politikerinnen und Politiker auch hier im Norden beziehen eindeutig Stellung und unterstützen die Kampagne, so z. B. aus Schleswig-Holstein die Bürgermeister aus Rendsburg, Büdelsdorf und Eckernförde und fordern, dass die Region um Hasankeyf als Weltkulturerbe ausgewiesen wird. In Hamburg haben sich bekannte Schauspieler wie Rolf Becker und der Regisseur Fati Akin angeschlossen.

Betrachtet man die traditionelle 160 Jahre alte „deutsch-türkische Freundschaft“, ist damit zu rechnen, dass deutsche Konzerne sich das große Geschäft mit der Ware Wasser nicht entgehen lassen. Angesichts der Tatsache, dass der Ilisu-Damm nur eins von vielen Projekten ist, ist zu befürchten, dass die Ware Wasser weiterhin auch als Waffe eingesetzt wird.

Der Widerstand gegen den ILISU-Staudamm und andere große Staudammprojekte in der Türkei und anderswo muss weitergehen, bis sie endgültig vom Tisch sind. Deshalb müssen wir an unserem Widerstand festhalten und die betroffene Bevölkerung weiterhin unterstützen.

Die Erklärung von Hasankeyf zum Weltkulturerbe wäre ein Schritt, um wichtiges Kulturerbe zu erhalten und der Region nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung zu ermöglichen – ohne Zerstörung und Vertreibung.“

Unterstützt die Petition „Erklärung Hasankeyfs zum Weltkulturerbe!“ auf der Seite www.stopilisu.com.