DIE LINKE verurteilt den Brandanschlag auf die „T-Stube“ in Rendsburg

11. Juni 2009
In der Nacht vom 09. auf den 10. Juni ist auf das alternative Kulturzentrum „T-Stube“ im Rendsburger Stadtpark ein Brandanschlag verübt worden. Hierbei wurde ein großer Teil der gerade renovierten Inneneinrichtung zerstört. Auch wenn die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen wurden, so sind mutmaßlich Neonazis für die Brandstiftung verantwortlich. Bereits in den Wochen zuvor hatte es […]

In der Nacht vom 09. auf den 10. Juni ist auf das alternative Kulturzentrum „T-Stube“ im Rendsburger Stadtpark ein Brandanschlag verübt worden. Hierbei wurde ein großer Teil der gerade renovierten Inneneinrichtung zerstört. Auch wenn die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen wurden, so sind mutmaßlich Neonazis für die Brandstiftung verantwortlich. Bereits in den Wochen zuvor hatte es unverhohlene Drohungen von Seiten rechtsradikaler Gruppen gegen die T-Stube, andere alternative Projekte und eine Kneipe gegeben, in welcher DIE LINKE regelmäßig einen Stammtisch veranstaltet. Mit dem gestrigen Brandanschlag auf die T-Stube erreicht das Ausmaß rechtsradikaler Gewalttaten gegen Andersdenkende in Rendsburg eine neue, erschreckende Qualität.

Stefan Karstens, Kreissprecher der LINKEN und Direktkandidat für die Bundestagswahl: „Der Anschlag auf das selbstverwaltete Kulturzentrum T-Stube erschüttert mich. Ein von vielen engagierten Menschen in Eigenregie aufgebautes Projekt anzuzünden, weil es für Vielfalt und Offenheit statt Einfallt und Hass steht, ist eine unbeschreiblich niederträchtige Gewalttat. Jetzt gilt: Die Neonazis dürfen ihr Ziel nicht erreichen! Das Projekt T-Stube muss weiter leben und Solidarität erfahren. Eine Einschüchterung durch braunen Terror darf und wird es nicht geben!“ – „Insbesondere freut mich, dass der Rendsburger Bürgermeister Andreas Breitner (SPD) so schnell die richtigen und deutlichen Worte gefunden hat. Im ganzen Land ist in den letzten Monaten eine zunehmende Militanz rechtsradikaler Gruppen zu beobachten. Gegen diese Umtriebe müssen alle demokratischen Kräfte über alle Parteigrenzen hinweg zusammen stehen.“, so Karstens weiter.