Notstand an Rendsburger Schulen – Schulpolitik der CDU/FDP Landesregierung verspielt die Zukunft unserer Kinder !

20. November 2011
Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Raumnot, Klassen mit dreißig Schülern, mangelhafte Inklusion von Förderschülern, und offene „Ganztagsschulen“, die keine sind. Immer mehr Eltern, Schüler und ihre Vertretungen protestieren gegen die Missstände an den Schulen. Lehrerinnen und Lehrer sind überfordert und werden immer häufiger krank. Die Landesregierung weigert sich, die nötigen Lehrerstellen, Lernmittel und räumliche Ausstattung zu bezahlen. Die […]

Lehrermangel, Unterrichtsausfall, Raumnot, Klassen mit dreißig Schülern, mangelhafte Inklusion von Förderschülern, und offene „Ganztagsschulen“, die keine sind. Immer mehr Eltern, Schüler und ihre Vertretungen protestieren gegen die Missstände an den Schulen. Lehrerinnen und Lehrer sind überfordert und werden immer häufiger krank. Die Landesregierung weigert sich, die nötigen Lehrerstellen, Lernmittel und räumliche Ausstattung zu bezahlen. Die Kosten für die Umgestaltung der Schulen nach dem neuen Schulgesetz von 2007 sollen die Städte und Kommunen tragen. Eltern zahlen für die Schülerbeförderung, und 800 Lehrer sollen in den nächsten Jahren „eingespart“ werden. DIE LINKE fordert die sofortige Beseitigung dieser Missstände, eine kostenfreie Schülerbeförderung und ein kostenfreies Mittagessen, mehr Lehrer und Sozialpädagogen an wirklichen, vom Land finanzierten, „gebundenen“ Ganztagsschulen. DIE LINKE will eine Schule für alle, mit individueller Förderung und Chancengleichheit für alle Kinder.

Nach der Schulreform durch die SPD/CDU Landesregierung im Jahr 2007 wurden auch in Rendsburg Haupt- und Realschulen abgeschafft. Es entstanden die Gemeinschaftsschule Altstadt ohne gymnasiale Oberstufe, die Christian-Timm-Regionalschule und an den drei Gymnasien wurde das Abitur nach 8 Jahren (G8) eingeführt. Die anderen Schulen wurden zu reinen Grundschulen.

Ganztagsschulen ?

Fast alle Schulen wurden zu „offenen Ganztagsschulen“, die keine Ganztagsschulen sind, da auch weiterhin nur Vormittags Unterricht stattfindet. Nachmittags findet nur eine Hausaufgaben- und Freizeitbetreuung statt. Wegen der völlig unzureichenden Finanzierung durch das Land wurde die Durchführung der Betreuung überwiegend an Fördervereine übertragen. Diese beschäftigen ihre pädagogischen Kräfte meist in Teilzeit und zahlen nach Haustarifen weit unter den öffentlichen Tarifen. So betreut ein/e Erzieher/in (20 Stundenwoche) an einigen Schulen bis zu 30 Kinder. Zusätzlich werden fachlich nicht qualifizierte ehrenamtliche Kräfte, Mütter, 1€-Jobber und Praktikanten vom Jobcenter zur Betreuung herangezogen. Damit muss Schluss sein. DIE LINKE fordert fachlich qualifizierte Pädagogen und eine Bezahlung aller Beschäftigten nach öffentlichen Tarifen an den Schulen.

Raumnot und mangelhafte Ausstattung

Durch die Einführung der neuen Schulformen ist auch eine Umgestaltung der Schulgebäude und deren Ausstattung mit erheblichen Kosten verbunden. Auch hier führt die mangelhafte Finanzierung durch das Land zu massiven Problemen im städtischen Haushalt. Als Schulträger investiert die Stadt Rendsburg jetzt und in den kommenden Jahren zweistellige Millionensummen in den Aus- und Umbau der Schulen. Die LINKE unterstützt diese Pläne, auch wenn hierfür Kredite aufgenommen werden müssen. Es sind Investitionen in die Zukunft.

Ziele der LINKEN Rendsburg in der Schulpolitik:

  • Eine Schule für alle, mit individueller Förderung und Chancengleichheit für alle Kinder
  • Umwandlung von Regionalschulen und Gymnasien in Gemeinschaftsschulen mit gymnasialer Oberstufe als Ganztagsschulen
  • Zusammenlegung von Helene-Lange–Schule und Herderschule
  • Auflösung der Sonderschulen und Einführung eines inklusiven Unterrichts an allen Regelschulen

Quelle:

http://www.die-linke-rendsburg-eckernfoerde.de/uploads/media/Rendsburger_Kontraste_2011-03.pdf