Ehemalige Heimkinder fordern Gerechtigkeit

28. Februar 2010
Hunderttausende von Kindern und Jugendlichen wurden hierzulande bis in die 70er Jahre unter unmenschlichen Bedingungen in geschlossenen Einrichtungen der sogenannten Fürsorgeerziehung "betreut". Dies waren keine "Heime", sie erinnerten eher an Gefängnisse, in denen die "Zöglinge" den Schikanen fachlich häufig völlig unfähiger Erzieher ausgesetzt waren, z.B. im Landesfürsorgeheim in Glückstadt. Daran erinnerte Eckhard Kowalke, bildender Künstler […]

Hunderttausende von Kindern und Jugendlichen wurden hierzulande bis in die 70er Jahre unter unmenschlichen Bedingungen in geschlossenen Einrichtungen der sogenannten Fürsorgeerziehung "betreut". Dies waren keine "Heime", sie erinnerten eher an Gefängnisse, in denen die "Zöglinge" den Schikanen fachlich häufig völlig unfähiger Erzieher ausgesetzt waren, z.B. im Landesfürsorgeheim in Glückstadt.

Daran erinnerte Eckhard Kowalke, bildender Künstler aus Eckernförde, in seiner Rede auf dem Landesparteitag der LINKEN am 28.02.10 in Neumünster. Als Jugendlicher wurde er selbst in das der Diakonie unterstellte Heim "Freistatt" in Niedersachsen eingewiesen. In Zusammenarbeit mit Rainer Beuthel, Vorsitzender der linken Ratsfraktion in Eckernförde, stellte er den Antrag, Landesvorstand wie Landtagsfraktion mögen sich für die Interessen ehemaliger Heimkinder einsetzen: Aufarbeitung der Geschichte der Heimerziehung, öffentliche Anerkennung des Unrechts, Wiedergutmachung.

Der Antrag wurde von den Delegierten einstimmig angenommen.

Weitere Informationen:

www.heimkinder-ueberlebende.org

www.landesfuersorgeheim-glueckstadt.de