Zusammenhalt statt Vorurteile: Klare Absage an rechte Instrumentalisierung in Eckernförde

Quelle: Martin HeinleinUnsere Alternative heißt Solidarität
Unsere Alternative heißt Solidarität

Die Linke zum Vorfall des nach einem gewaltsamen Streit verstorbenen Jugendlichen

Eckernförde. Am Mittwochabend, den 11. März kam es gegen 21:00 Uhr vor einem Supermarkt zu einem Streit zwischen mehreren Personen, in dessen Verlauf ein Jugendlicher lebensgefährliche Verletzungen erlitt. Während die Beteiligten den Tatort vor Eintreffen der Einsatzkräfte verließen, wurde das Opfer wenig später in einer etwa drei Kilometer entfernten Wohnsiedlung aufgefunden. Der Jugendliche verstarb trotz eingeleiteter Reanimationsmaßnahmen auf dem Transport in das Krankenhaus.

»Unsere Gedanken und unsere Solidarität gelten der Familie des Verstorbenen«, so Helge Peters aus dem Ortsverband Eckernförde der Partei. »Der Tod eines geliebten Angehörigen ist das schlimmste, was Menschen passieren kann. Um das zu überstehen, braucht es enorme Kraft und Ruhe. Wir kritisieren aufs Schärfste, wenn einige aus Eigeninteresse ein Klima schaffen, das das genaue Gegenteil bewirkt.«

Die Hintergründe der Tat sowie die Identität der beteiligten Personen sind derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. In den sogenannten sozialen Medien und den Kommentarspalten organisiert sich unterdessen bereits das rechte Lager; es wird versucht, den tragischen Vorfall für die eigenen politischen Ziele zu vereinnahmen.

»Es ist schlichtweg unanständig und zu verurteilen, was dort passiert«, sagt Sebastian Heck, Kreissprecher der Partei. »Wer sichere Erkenntnisse zu dem Täter oder den Tätern hat, soll sie an die Polizei übermitteln; wer solche Taten allerdings zum Anlass nimmt, Rassismus, Hass und Hetze zu schüren, dem mangelt es an Menschlichkeit.«

Die Linke plädiert dafür, dass alle demokratischen Kräfte in der Stadt der versuchten Vereinnahmung dieses Vorfalls durch rechte Gruppierungen entschieden entgegentreten. Es braucht Raum für pietätvolles Gedenken; Eckernförde muss ein Ort bleiben, an dem Mitgefühl schwerer wiegt als Ideologie.

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