DIE LINKE zum Projekt „Prinzenpark“ in Borby

Auf dem ehemaligen Lohnert-Gelände in Borby soll in Kombination mit Einzelhandel ein neues Wohnquartier entstehen. Ein erster Planungsentwurf wurde von Seiten des Investors im Gestaltungsbeirat und im Bauausschuß vorgestellt. Dieser Entwurf ist aus zwei Gründen abzulehnen: die Gebäude sind zum einen überdimensioniert und passen sich so nicht in die gegebene Stadtlandschaft ein, zum anderen handelt es sich ausschließlich um Wohnungen des gehobenen Bedarfs, Sozialwohnungen sind nicht vorgesehen. Diesem Konzept können wir nicht zustimmen.

In den vergangenen Jahren sind in Eckernförde mehrere hundert Wohnungen aus der Sozialbindung herausgefallen. Es wird immer schwieriger in unserer Stadt eine günstige Wohnung zu finden. In dieser Situation ein weiteres Luxusquartier entstehen zu lassen, wäre unverantwortlich. Wir befürworten deshalb im neuen Quartier „Prinzenpark“ einen Anteil an Sozialwohnungen analog zum neuen Quartier im Projekt Nooröffnung. Der entsprechende Beschluß der Ratsversammlung lautet:

„Mindestens 25 % der Wohnfläche sind als sozial geförderter Wohnungsbau im 1. Förderweg zu erstellen (Mietobergrenze 5,20 Euro). Im Rahmen dieser mindestens 25 % der Wohnfläche sind Wohneinheiten unterschiedlicher Größe und Zuschnitts vorzusehen. Mindestens die Hälfte der Anzahl dieser Wohnungen sind in ihrer Größe so zu gestalten, dass sie der Mietobergrenze für ALG II-Empfänger gem. KdU-Richtlinie des Kreises Rendsburg-Eckernförde entsprechen. Die geförderten Wohnungen sind mit frei finanzierten Wohnungen zu mischen.“

Ratsfraktion DIE LINKE

10.02.2017

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