Eingereicht am:
11.01.2026
Behandelt am:
21.01.2026
Ergebnis:
Antrag mit 8 Gengenstimmen (2 Ja und 3 Enthaltungen) abgelehnt.
Sehr geehrte Frau Bruhn,
Sehr geehrte Frau Loose,
Sehr geehrte Ausschussmittglieder,
Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Sport und Soziales möge in seiner Sitzung am 28.01.2026 beschließen:
- Die Emil-Nolde-Straße erhält am Straßenbeginn eine Infotafel, die über Noldes ambivalente Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus aufklärt.
- Für die Textgestaltung könnten das Rendsburger Museum und das Jüdische Museum hinzugezogen werden.
Begründung:
Emil Nolde war einerseits Anhänger des Nationalsozialismus, Antisemit und überzeugter Vertreter eines völkisch-nationalen Weltbildes; er war zudem Mitglied der NSDAP. Andererseits wurden über 1.000 seiner Werke als „entartet“ aus Museen entfernt, und mehrere seiner Arbeiten wurden in der Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Noldes Rolle in dieser Zeit ist daher als ambivalent einzuordnen. Über diese Ambivalenz sollte mit einer Infotafel aufgeklärt werden.